FDP Bundestagsabgeordneter in Wittingen

Am Donnerstagnachmittag besuchte der Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly aus Bad Iburg Wittingen. Er kam auf Einladung des Kreisvorsitzenden der FDP , Dr. Schäpertöns aus Gifhorn und Friedrich Lührs aus Rumstorf  in den Nordkreis.

Erste Station war die Grundschule in Wittingen, wo der Leiter, Herr Ebener, mit seinem Schulassistenten Herrn Kiss die Schule vorstellte und über die Sorgen und Nöte der Schule berichtete. Nach dem Auslaufen der Oberschule im nächsten Jahr benötigen die Grundschulen der Stadt einen Schulassistenten für die technische Betreuung. Herr Kiss wird nach dem nächsten Schuljahr nur die IGS betreuen. Zur IT-Unterstützung der Grundschulen sollte das Land Schulassistenten zur Verfügung stellen, die ggf. mehrere Schulen betreuen.

Mit der Ausstattung durch die Stadt als Schulträger zeigte sich Herr Ebener sehr zufrieden. Einzig eine Aula würde noch fehlen. Seestern-Pauly bemängelte auch die unzureichende Zusammenarbeit der Bundesländer in Bildungsfragen gerade im IT Bereich. Hier wäre eine Standardisierung und personelle Unterstützung durch den Bund wünschenswert.

Die zweite Station war der Bahnhof in Wittingen. Dort waren von der Stadt Günter Kruse als Wirtschaftsförderer und der neue Bürgermeister Andreas Ritter vor Ort und berichteten über die Umgestaltung des Bahnhofumfelds und die Probleme mit dem ÖPNV. Auch der Verkehrsausschussvorsitzende Friedrich Lührs machte auf die unbefriedigende Situation mit dem immer noch fehlenden Stundentakt des Erixx und die unzureichenden Bedienungszeiten im Nordkreis Gifhorn aufmerksam.  Auch eine Geschwindigkeitserhöhung auf der Bahnstrecke müsse im Hinblick auf die A 39 besondere Priorität haben, um die Attraktivität der Bahn zu verbessern und kürzere Taktzeiten zu ermöglichen. Seestern-Pauly bemängelte das geltende Planungsrecht mit den viel zu langwierigen Planungszeiträumen für die Infrastruktur. In anderen EU- Ländern geht das deutlich zügiger.

Zum Schluss führte der Weg nach Lüben, wo der langjährige Vorsitzende des Beregnungsverbands Lüben, Hans Joachim Niemann,  über die Probleme der heimischen Landwirte in der augenblickliche Situation mit dem Beregnungswasser berichtete. Das Extremjahr 2018 und auch das aktuelle Jahr mit seinen geringen Niederschlägen bringen die Beregnungsbauern in  einen Interessenskonflikt mit den anderen Grundwassernutzern. Der Klimawandel  zeigt in zwei Jahren hintereinander deutliche Spuren. Hier muss den Landwirten eine Perspektive für ihre weitere Zukunft eröffnet werden. Es müssen nicht nur die bäuerlichen Existenzen, sondern auch die nachgelagerte Industrie wie das Emsland-Food Werk in Wittingen, die Chipsfabrik Lorenz in Hankensbüttel und nicht zuletzt die Zuckerfabrik in Uelzen betrachtet werden. Auch sichert die Feldberegnung durch ungestörtes Wachstum der Kulturpflanzen die Grundwasserqualität durch die Aufnahme von Nitraten, so dass sie nicht ins Grundwasser gelangen. Herr Seestern-Pauly war für die gewonnenen Eindrücke sehr dankbar und nimmt viele Anregungen mit nach Berlin.

V.i.S.d.P

Friedrich Lührs

Hans Joachim Niemann, Dr. Herbert Schäpertöns, Matthias Seestern-Pauly, Friedrich Lührs.

Im Bundestag ist Seestern-Pauly Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dort Obmann der Fraktion der Freien Demokraten. Zudem ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und in der Kinderkommission.

Innerhalb seiner Fraktion ist er Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher im Deutschen Bundestag.